Mein Abschied von Blogwerk: wenn die Zeit gekommen ist weiterzuziehen

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Anmerkung: diesen Artikel habe ich ca. anfangs Oktober 2014 verfasst, nach der intern kommunizierten Kündigung von Thomas und mir. Es blieb beim Entwurf, bis ich den Artikel heute wieder entdeckt habe. Eigentlich wollte ich den Artikel nun gerade löschen und habe mich nach dem nochmaligen Lesen dagegen entschieden.

zu Blogwerk: unterdessen wissen wir leider nur zu gut, dass die Geschichte von Blogwerk ein Ende gefunden hat. Umso schöner nun zu sehen, welche neuen Geschichten entstehen.

unveränderter Artikel vom Oktober 2014: Es gäbe das Negative, aber es gibt zu viel Positives, um diesem Platz zu geben. Nach vier Jahren, zwei Monaten und einigen Tagen habe ich, vor einigen Tagen, den Entschluss gefasst Blogwerk zu verlassen.

Es ist nicht ein Arbeitgeber den ich Ende Dezember verlasse, sondern ein mir ans Herz gewachsenes Team. Ein Team, das sich über die Jahre veränderte, in gewissen Punkten erwachsen wurde, in anderen Kind geblieben ist. Wir haben schwere und leichte Zeiten gemeinsam gemeistert und haben immer versucht das Schöne und Wertvolle der Zusammenarbeit, das Vertrauen in jeden Einzelnen und die Offenheit nicht zu verlieren. Es ist uns nicht immer gelungen und wir mussten die eine oder andere Korrektur vornehmen.

Und dann kommt der Tag an dem du realisierst, es hilft nichts, ich muss weiterziehen. Das Team / die Firma freigeben, damit neue Möglichkeiten entstehen können. Dieser Tag war hart, aber auch eine Erleichterung. Die Kommunikation ans Team brachte mich dann in eine neue, so nicht gekannte, emotionale Situation.

Aber ich danke allen die zuerst mir das Vertrauen schenkten und mich im Team aufnahmen, mein Potential sahen und mich auf die Reise ins Leben als Geschäftsführer begleiteten und losziehen liessen. Ich kann mit euch allen, die beteiligt waren und sind, auf wundervolle vier Jahre zurückblicken. Wir haben unzählige Arbeitsstunden geleistet, 25 Messetage gemeistert, 21 Social Media Gipfel durchgeführt, einige Kunden glücklich gemacht, viermal die Möglichkeit gehabt als Geschäftsleitung für die ganze Mannschaft einen Abend zu gestalten und zu kochen #glkocht, aktuell das fünfte und letzte Weihnachtsessen zu planen (das wird lecker), unzählige Feierabendbiere durchzuführen, zusammen zu lachen und auch mal die Chance gehabt aufgefangen zu werden in nicht so tollen Augenblicken.

Wir sind zu einem Arbeitgeber gewachsen der Familienväter beschäftigt, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Zeit eingeht und Teilzeitarbeit ermöglicht. Die Aktionäre (damals noch in privater Hand) überzeugten wir, dass alle mindestens 5 Wochen Ferien brauchen. Wir haben Projektstops und Budgetkürzungen weggesteckt und den Mut nicht verloren zu wissen, dass solche Entscheide uns noch Monate zuvor den Arbeitsplatz gekostet hätten.

Und zum Schluss dürfen wir jetzt als Geschäftsleitung nochmals erfahren, dass auch unsere letzte Entscheidung, die Art der dazugehörigen Kommunikation und der Zeitpunkt für euch liebes Team «gepasst» hat. Ihr habt die Nachricht nicht mit Freude aufgenommen, aber ihr könnt uns verstehen, obwohl es unklar ist, wohin nun eure Reise führen wird. Ihr habt uns in den letzten Tagen nochmals so viel Vertrauen geschenkt, Mut zugesprochen und geholfen den Mut nicht zu verlieren. Einfach unglaublich!

Dafür möchte ich euch danken und ich freue mich in dieser Zeit den einen oder anderen Freund gefunden zu haben!

2 Kommentare

  1. Beeindruckend, wie positiv du diese Gedanken zu passiert gebracht hast – in Zeiten, die wohl bei weitem nicht so positiv waren. Respekt!

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